Typischer Sonntag.

Erst die Oma besuchen und dann noch ein entspannter Spaziergang. Nichts aufregendes eigentlich. Seit Freitag nun halbwegs schmerzfrei unterwegs – naja was macht man mit der überschüssigen Energie? Man geht auf die Gis wandern.

Wunderschöne Aussicht. Strahlend blauer Himmel, Felder und Wiesen. Ein paar Kühe kreuzten am Weg nach oben unseren Weg. Handy rausgeholt, Selfie geschossen.

Nachdem wir es endlich bis zur Giselawarte geschafft hatten (da waren wir schon etwa 2 Stunden unterwegs), war es auch schon nicht mehr ganz so hell draußen. Wir machten uns deshalb so schnell wie möglich auf den Weg zurück nach Linz. Dachten wir zumindest. Meter für Meter ging’s bergab. Durch den Wald, auf Wiesen und auf Feldern. Überglücklich kamen wir endlich bei einer befahrenen Straße an. Das musste der Weg nach Linz sein.

Eifrig folgten wir dieser Straße. Um nicht überfahren zu werden stellten wir uns immer wieder seitlich in den Rasen, sobald uns sein Auto entgegenkam. Leider einmal zu oft. Am seitlichen Fahrbahnrand versteckte sich ein etwa hüfthohes Loch, bedeckt von knielangem Gras. Unmöglich dieses Loch auch nur ansatzweise zu erkennen. Natürlich stürzte ich hinein und etwas (vermutlich aus Beton oder Eisen) bohrte ein bleistiftdickes Loch in mein Schienbein. Yummy!

Die Wunde musste ich natürlich gleich inspizieren. Keine Gute Idee. Und meine neue Hose war auch kaputt. Na toll. Irgendwo im Nirgendwo waren wir also. Was sollten wir tun? Erstmal Musik zur Beruhigung. Zittrig lag ich am Boden irgendwo zwischen Wald und einem 5-Einwohner Dorf. Klasse! Nach einiger Zeit wurden wir von 2 supertollen Freunden (DANKE an dieser Stelle) abgeholt die uns ins Krankenhaus brachten und irgendwie schon wussten, dass heute etwas passieren wird.

Aufnahme. Röntgen. Nachbesprechung. Nichts gebrochen! Immerhin! Der nette Arzt machte mich natürlich auf charmante Weise darauf aufmerksam, dass es schon das dritte mal sei das ich in der Notaufnahme war dieses Jahr. Naja ist ja schon September. Guter Schnitt oder? Es ging definitiv noch schlimmer!  😉

Und jetzt? Naja jetzt muss ich erstmal mit Krücken laufen. Nach der Krankenhaustour mussten wir natürlich noch das Auto von der Gis abholen. Als hätte der Abend noch nicht gereicht mussten wir feststellen: das Auto hatte einen Platten.

Reifenwechsel – 00:00 Uhr. Gibt definitiv Schöneres. 

Anschließend wurde noch die Nachtapotheke geplündert. Aufregender Tag würde ich mal behaupten ohne mich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Und die Moral von der G’schicht?

Was will ich euch mit diesem Eintrag sagen? (ich weiß: ziemlich lustig, dass jetzt ausgerechnet von mir eine Belehrung kommt)

Hört auf euren Körper und übertreibt es nicht. Lieber ist euch mal langweilig an einem Sonntag Abend, anstatt das Risiko förmlich zu suchen und herauszufordern. Spielt lieber eine Runde Uno oder gönnt euch ein Glas Wein. Geht nie wandern – niemals (außer ihr habt eine gute Unfallversicherung).

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