Wenn der Abnehm-Drink mit „nur“ 50g Zucker verspricht man wird künftig abnehmen, dann muss das doch auch so sein, oder nicht? Warum sollten uns die Leute aus der Werbung anlügen? Von einer Lüge hat doch niemand etwas – oder etwa doch?

Dieser Artikel zeigt warum Diäten scheitern und weshalb es besser ist auf seinen Bauch zu hören als auf die Waage. Achtung: Dieser Artikel enthält Ironie  😉

Bester Freund: die Waage 🍔

Der Wecker klingelt und die ersten Gedanken drehen sich um das aktuelle Gewicht und ob „die Waage heute wieder lügen wird“. Ja klar, als hätte dieses Mistding nichts anderes zu tun als sich Tag für Tag ein neues Gewicht auszudenken. So gleicht jeder Morgen einem Russisch Roulette. Man weiß nie was einen erwartet.

Panisch stellt man sich auf die Waage – ohne Kleidung versteht sich, denn die würde das Ergebnis natürlich nur verfälschen. Um mindestens ein halbes Kilo. Oder doch sogar zweieinhalb Kilos? Egal, am besten Runden wir kaufmännisch auf und einigen uns auf drei.

Morgen für Morgen wird diese Prozedur wiederholt bis wir uns nach einigen Diätwochen schlussendlich mehr als nur in den Wahnsinn getrieben haben. Wir SIND der Wahnsinn. Egal wo du bist, du siehst nur noch die Kalorien, die sich in den Produkten verstecken. Ein Päckchen Magertopfen: 180 Kilokalorien, eine Pizza: weit über 1000 Kilokalorien, ein Hamburger 253 Kilokalorien oder eine Tafel Schokolade 550 Kilokalorien. Am Ende des Tages machst du wieder denselben Einkauf: Salat, Fleisch und fettarmer Joghurt landen in deinem Einkaufswagen, in der Hoffnung morgen würde die Waage „nicht lügen“.

Diäten: Scheitern vorprogrammiert 🙈

Tag für Tag versuchst du Unmengen an Proteinen in dich hinein zuschaufeln, auf Kohlenhydrate zu verzichten und keine Nahrung nach 18 Uhr zu essen. Und jetzt wunderst du dich noch warum deine Diät nicht anschlägt und Erfolge ausbleiben? Nachfolgend liest du ein paar Gründe, warum deine Diät eventuell gescheitert sein könnte.

  1. Du isst keine Kohlenhydrate: Kohlenhydrate braucht dein Körper genau so wie die Proteine und das Fett. Viele Stoffwechselprozesse funktionieren nur, wenn du deinen Körper mit Kohlenhyrdaten fütterst. Außerdem gewinnt dein Körper hier auch die nötige Energie. Du fühlst dich schlapp und müde? Iss Kohlenhydrate. 40-45% meines gesamten Bedarfs an Kalorien, decke ich über die Kohlenhydrate.
  2. Du isst nichts oder zu wenig: wenn du meinst deinen Körper mit einer Hungerkur in Form bringen zu können liegst du falsch. Dein Körper benötigt Energie um zu funktionieren. Führst du ihm zu wenig Nahrung zu, stellt sich dein Körper in den Sparmodus und verbrennt zudem auch kein Fett. Dein Abnehmplan scheitert!
  3. Verbote: stehen an deiner Tagesordnung? Keine gute Idee. Je mehr du dir etwas verbietest, desto interessanter wird es schlussendlich. Gönne dir von Zeit zu Zeit eine Kleinigkeit.
  4. Belüge dich nicht: denn das führt zu weiteren Kilos auf der Waage. Auch wenn du den ein oder anderen Ausrutscher in deinem Ernährungstagebuch findest, zeichne deine GESAMTE Nahrung auf, die du zu dir genommen hast und nicht nur den guten Teil davon. Um meine Nahrung zu tracken verwende ich übrigens Lifesum.
  5. Du stresst dich: und das führt wiederum zu negativen Abnehm-Effekten. Schüttet dein Körper Stresshormone aus, wird die Fettverbrennung blockiert. Hier ist nichts mehr hinzuzufügen.

Von nichts kommt auch nichts! 😉

Damit dein Körper in Form kommt muss alles stimmen: die Ernährung und das Training. Erfolge können sich nur manifestieren, wenn du 150% gibst – und zwar in beiden Bereichen. Einige halten sich zwar an den Ernährungsplan, trainieren aber nicht hart genug. Infolgedessen bleiben  auch die gewünschten Resultate aus. Umgekehrt gilt natürlich das selbe. Jetzt fragst du dich sicher, wie du 150% geben kannst? Hier ein paar Grundsätze:

  • Halte dich an Pläne: Versuche dich so gut wie möglich an deinen Ernährungsplan zu halten – auch wenn es die Mama oder Oma gut meinen: lerne zum Stück Kuchen oder zum Nachschlag „Nein“ zu sagen.
  • Mache das Beste daraus: du bist auf einer Feier und alle trinken Alkohol und es gibt natürlich Haufenweise Snacks und ungesundes Essen? Du könntest auf ein alkoholfreies Bier zurückgreifen oder den Wein im Hugo einfach weglassen. Mit ein paar Minzeblättern und etwas Holundersaft (mittlerweile gibt es schon eine zuckerfreie Variante in diversen Supermärkten) schmeckt das Mineral fast genau so wie ein echter Hugo. Was das Essen betrifft: versuche schon vor der Party zu essen, damit du weniger in Versuchung kommst zu naschen oder total über die Stränge zu schlagen. Du könntest dir auch ein Stück Kuchen mit jemandem teilen, so sparst du Kalorien und gönnst dir trotzdem etwas!
  • Training ist kein Zuckerschlecken: wer ins Studio geht um mehr zu posen als zu schwitzen macht garantiert etwas falsch. Das Smartphone versetzt du in den Flugmodus – so kann dich niemand ablenken. Kopfhörer auf und los! Versuche nicht zu lange Pausen zwischen den Sätzen zu machen. So kommst du aus dem Rhythmus und eine weitere Übung zu absolvieren fällt umso schwerer. Verbringe nicht mehr als maximal zwei Stunden im Fitnessstudio. Einen Trainingsreiz kann auch schon nach 30-60 Minuten gesetzt sein. Hier ist weniger oft mehr. Ich gestalte mein Training kurz, dafür umso härter.

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