Hast du dich schon einmal gefragt was im Leben wirklich zählt? War deine Antwort: Familie, Freunde & Co? Gut! Hast du es auch schon einmal wirklich gefühlt und nicht nur so daher gesagt? Hast du dich schon einmal gefragt, wen du mit deiner Zeit, die du noch hast, glücklich machen könntest? Ich habe heute jemanden glücklich gemacht. Wer das war liest du jetzt.

Schaffst du Tage, oder lebst du sie? 💭

Tagtäglich machen wir dieselben Dinge: der Wecker läutet, wir stehen auf, frühstücken, gehen zur Arbeit oder an die Uni und nach einem stressigen Tag freuen wir uns, wenn wir wieder zuhause ankommen und unsere Füße auf dem Sofa hochlegen können. Dazu noch ein kühles Feierabendbier und „damit hätten wir wieder einen Tag geschafft„. Doch schafft man Tage, oder lebt man sie? Machst du jeden Tag Dinge die dir wichtig sind und die du willst, oder erledigst du nur Dinge für andere, weil du musst? Damit meine ich nicht die Arbeit, denn es gibt gewisse Dinge, die müssen wir einfach tun. Wir achten viel zu wenig auf unser Leben und vergeuden unsere wertvollen Tage und tun Dinge die uns keine wirklich tollen Erinnerungen bescheren. Um meinen Standpunkt besser zu erklären stellst du dir nun zwei Szenarien vor:

Im ersten Szenario gehst du shoppen und gönnst dir ein teures Designerstück. Du bist glücklich – zumindest für den Moment. Im zweiten Szenario verbringst du Zeit mit Menschen die dir unglaublich wichtig sind. Das können Freunde sein, die Familie oder Personen zu denen du einen ganz besonderen Bezug hast.

Nun stellst du dir die Frage, an welches dieser beiden Szenarien du dich in Jahren noch erinnern kannst. Wahrscheinlich an beide. Nun stellst du dir die Frage, welches der beiden Szenarien du Freunden oder der Familie weitererzählst. Vermutlich beide. Doch nun stell dir bitte folgende Frage „welches der beiden Szenarien hat größere Bedeutung, wenn du erfährst, dass du nicht mehr lange zu leben hast„? Vermutlich nur eines.

Teure Sachen wie Schmuck oder Kleidung mögen einen Menschen zwar äußerlich verschönern, jedoch verschönern sie nicht den Charakter. Sie verschönern auch nicht was ein Mensch fühlt, wie er denkt oder was er tut. Am Ende des Tages sind diese Dinge unwichtig. Es zählt nur wer du bist – nicht mit dem was du hast, sondern mit dem was in dir steckt.

Hast du auch ein Herz aus Stein? ❤

Der Alltag stumpft uns ab. Und unsere Gefühle, unsere Emotionen und wie wir Dinge wahrnehmen bzw. sehen. Dinge sind nur dann schlimm, wenn sie in unmittelbarer Umgebung passieren, doch wenn Kinder in Afrika sterben ist uns das egal und die Hälfte des Lebensmitteleinkaufs der Vorwoche landet im Müll. Wenn Menschen sterben ist das „normal“ und wenn ein Mensch von einem Auto überfahren wurde ist das nicht schlimm sondern „dann ist dieser jemand selbst schuld“.

Was ist nur aus uns geworden?

Wo sind unsere Gefühle hin verschwunden? Warum reagieren wir auf so schlimme Situationen so eiskalt? Um uns selbst zu schützen? Oder bemerken wir es einfach oft nicht? Zum Glück gibt es manchmal wunderbare Ereignisse, die zwar plötzlich und ohne jede Vorwarnung auftreten, dir dann aber doch mehr lernen als so manches wissenschaftliche Buch.

Wenn ein Danke die Welt bedeutet 🌍

So ein Ereignis ist heute aufgetreten. Als ich mich nach meinem Besuch bei meiner Oma verabschiedete tat sie das natürlich auch. Sie schrie mir „Danke“ hinterher mit einer herzlichen und warmen Art, wie Omas das für gewöhnlich tun. Man merkte der Besuch bedeutete ihr alles und es brach ich das Herz, als ich ihr sagte, dass ich gehen müsse. Mir natürlich auch. Wenn man so viel im Leben erlebt hat, dann ist das was wirklich zählt Zeit. Zeit mit den Menschen zu verbringen die man wirklich liebt. Umgangssprachlich „opfert“ man diese Zeit. Doch ich finde das Wort so gar nicht angebracht. Für die Personen die man liebt, nimmt man sich doch gerne Zeit. Für meine Oma ist es wahrscheinlich unbezahlbar viel wert, dass ich mir die Zeit nehme und sie besuche. Sie würde ihr letztes Hemd für mich geben. Das würde in der heutigen Generation vermutlich so schnell niemand mehr machen.

Dieses „Danke“ war kein gewöhnliches. Es war ehrlich. Aufrichtig. Herzlich. Es war ein „Danke“, dass mich wieder zurückgeholt hat – nämlich auf den Boden aller Tatsachen. Mir kommt es vor als würde man täglich immer mehr und mehr wollen, nach mehr Reichtum, mehr Anerkennung und all diesen Sachen streben und dabei die wirklich wichtigen Dinge vergessen. Dinge wie Zeit mit der Familie verbringen zu dürfen. Die gemeinsame Zeit mit meiner Oma ist wie eine kleine Auszeit. Sie zeigt mir was wirklich zählt – nicht das was man hat, sondern wer man wirklich ist.

Egal was auch kommen mag: die Zeit für meine Oma nehme ich mir immer gerne.

Was wirklich wichtig ist 💟

Durch solche Besuche wird man schnell wieder auf den Boden der Realität geholt. Täglich beschweren wir uns über zu viel Stau auf den Straßen, wir regen uns auf wenn es regnet, wir regen uns aber auch auf wenn zu viel Sonne scheint, wenn der Freund oder die Freundin auf WhatsApp nicht gleich antwortet oder wenn die Mittagspause nach hinten verschoben werden muss, weil noch etwas wichtiges zu erledigen ist. Ganz ehrlich: na und? Im Vergleich zu dem was wirklich die Welt bedeutet, nämlich der Charakter eines Menschen, die Gesundheit, die Familie, die Freunde und Glück, sind das wirklich Kleinigkeiten, oder bist du anderer Meinung?

Vermutlich bist du eventuell anderer Meinung, weil du dieses Gefühl, etwas großartiges gegeben zu haben, noch nicht hattest. Das Gefühl, dass plötzlich alles andere unwichtig ist. Solche Dinge lernt man nicht aus Büchern, sie passieren im wahren Leben. Unmittelbar. Immer. Das einzige was man tun muss, ist diese Gefühle zuzulassen. Emotional bin ich manchmal echt ein Stein, lasse nicht viele Personen an mich heran, doch die wichtigsten Menschen solltest du an dich heranlassen. Lass sie in dein Herz. Denn etwas zu bereuen, dass man nicht getan hat ist wohl das Schlimmste Gefühl. Klar kann es passieren, dass dich dann ein einfaches „danke“ aus dem Konzept bringt und du anfängst zu weinen. Doch das ist es wert. Vertraue mir.

Weil: nichts ist für immer. 

Beste Oma der Welt

Genau so ein „danke“ gebührt natürlich meiner Familie. ❤